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Chile

Bei den Präsidentschaftswahlen von 1964 siegte der christdemokratische Kandidat Eduardo Frei. Er begann seine ehrgeizige "Revolution in Freiheit" mit der "Chilenisierung" der Minen: Der Staat Chile kaufte den nordamerikanischen Kupferbaronen die Mehrheit ihrer anteile ab. Die unteren Einkommen stiegen. Hundertausende von Arbeitslosen fanden anstellung. Schliesslich wagte sich Frei an die Landreform. Doch diese populistischen Massnahmen entfremdeten den Christdemokraten von der Mittelschicht in Chile. Das einfache Volk zog zunächst begeistert mit, als der Reformeifer jedoch nachliess, erstarkte die Linke. Frei verlor mit der Popularität auch die Macht, der linke Parteiflügel brach ab.

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